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Losung für heute:

Der HERR sieht vom Himmel auf die Erde, dass er das Seufzen der Gefangenen höre und losmache die Kinder des Todes.
Psalm 102,20-21

Wenn euch nun der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei.
Johannes 8,36

© Evangelische Brüder-Unität - Herrnhuter Brüdergemeine

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Kapelle Südhemmern

Kapelle Südhemmern

Eine geschichtsträchtige Kapelle (Im Dorf 3, 32479 Hille)

Die Kapelle in Südhemmern wurde bereits im Jahr 1324 errichtet. Sie wurde der Maria Magdalena geweiht: jener Frau, die als Erste den Auferstandenen sah.


Der Saalbau der Kapelle wird durch eine halbrunde Altarnische abgeschlossen. Über dem Westteil befindet sich ein kleiner Glockenstuhl mit einer Glocke aus dem Jahr 1821. Das Altarbild sowie das Taufbecken stammen aus dem 18. Jahrhundert. Die reich verzierte Kanzel ist das älteste Stück und trägt eine Datierung auf das Jahr 1574.


In der Vergangenheit waren die Kapelle und auch die Menschen einigen Schicksalsschlägen ausgesetzt: Im 17. Jahrhundert brannte das Dorf Südhemmern zwei Mal nieder und auch die Kapelle wurde dabei in Mitleidenschaft gezogen. Ein Jahr nach dem zweiten Brand durchzog ein französisches Heer die Gegend und verwüstete Kapelle und Dorf. Der nächste Schicksalsschlag folgte im Jahr 1680 am Montag nach Trinitatis als ein schweres Hagelunwetter die ganze Jahresernte zerstörte. Trotz all dieser Schicksalsschläge begannen die Menschen am 22. Juli 1687 mit dem Wiederaufbau der Kapelle, der zwei Jahre später fertig gestellt wurde. Das Datum ist noch heute auf einem Balken der Empore zu finden.

Kapelle Südhemmern
Kapelle Südhemmern

In der östlichen Außenwand erinnert eine Kanonenkugel an die Schlacht bei Minden 1759. Nach Ausgang der Schlacht wurde das Schlachtfeld nach den eisernen Kanonenkugeln abgesucht. Wer diese Kugel gefunden und wer bestimmt hat, dass sie in die Außenwand der Kapelle eingelassen werden soll, ist nicht bekannt. Aber die Kanonenkugel ist noch heute gut zu sehen und bleibt ein mahnendes Zeichen gegen den Krieg.

 

Regelmäßige Gottesdienste werden am 3. und 5. Sonntag im Monat sowie an den christlichen Festtagen gefeiert. In der Kapelle herrscht eine heimelige Atmosphäre. Zugleich bietet sie bis zu 90 Gottesdienstbesuchern Platz. Am Montag nach Trinitatis wird jedes Jahr ein Bußgottesdienst gefeiert, um der Unglücke in der Geschichte der Kapelle zu gedenken.

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